Dienstag, 31. Juli 2012

[Rezension] Schloss der Engel von Jessica & Diana Itterheim

Titel: Schloss der Engel
Originaltitel: /
Autorin: Jessica Itterheim; Diana Itterheim
Übersetzer: /
Genre: Engel, Internat
Reihe: #1
Taschebuch: 430 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch

Preis: 12,99 €

Verliebt in einen Racheengel Lynn wird von ihren Eltern auf ein Internat geschickt und verirrt sich in eine Schule für angehende Schutzengel. Hier begegnet sie Christopher, einem Racheengel. Nach anfänglichen Reibereien verliebt sich die sechzehnjährige Internatsschülerin in den zunächst anmaßenden und allzu selbstgefälligen Mister Perfect, der ihr die kalte Schulter zeigt. Doch Lynns Erscheinen in Christophers Welt weckt nicht nur sein, sondern auch das Interesse der anderen, der gefährlichen Seite des Universums der Engel. Zwei mächtige Wesen, die Totenwächterin und ein dunkler Wächterengel, verstricken sie bei ihrem diabolischen Kampf um Einfluss und Macht in ihr unheilbringendes Spiel. Und Christophers Entscheidung, Lynn vor beiden zu schützen, verlangt mehr von ihm, als er bereit ist zu geben. Ebenso spannend wie poetisch - die Geschichte eines jungen Mädchens und ihrer überirdischen Liebe.


Erkannt
berührt
geküsst
begehrt
unendliche Liebe
für immer verloren
auf ewig getrennt

Das Cover entspricht voll und ganz meinen Geschmack. Wie das Mädchen auf dem Treibholz im Wasser gleitet sieht wundervoll aus *-*. Das strahlende Rot des Kleides gibt ein perfekten Kontrast zu dem grauen Hintergrund. Ich kann mich nicht daran satt sehen ;)
"Bei ihm fühlte ich mich geborgen, und ich wusste, dass mir nichts geschehen konnte." (Seite 44)


Der Anfang der Geschichte konnte mich nicht ganz so überzeugen wie das Cover. Es war klischeehaft etwas vorhersehbar und Spannung kam so gut wie keine auf. 
Mich verwirrte auch dass sie eigentlich in ein Internat in Deutschland geschickt wurde aber sie kommt in einem Schloss für auszubildende Schutz- und Wächterengel an. (Spoiler: Dort war sie auch tatsächlich) Dieses Rätsel wird aber ungefähr in der Mitte des Buches gelöst. Vielleicht sollte diese Verwirrung ja auch sein? Wenn ja dann ist sie den Autoren auf jeden Fall gelungen xD
In der Mitte wurde es für mich etwas spannender weil die im Klappentext genannte Totenwächterin hinzukommt und erst ab hier hatte ich endlich den Durchblick über das Buch.weil die vielen Fragen gelöst wurden.
Positiv fand ich aber die Idee mit dem Internat für Engel. Mal was vollkommen neues bei den Engelsbüchern. 
Ab dem Ende konnte das Buch mich dann doch fesseln. Es wurde glaubwürdiger und endlich kam etwas Gefahr hinzu.
Der Leseeindruck für den nächsten Teil hat mich neugierig gemacht und ich denke "Tanz der Engel" werde ich mir definitiv holen. Wahrscheinlich auch deswegen, weil ein paar wichtige Fragen noch unbeantwortet bleiben.
"Vielleicht musste ich lernen zu akzeptieren, dass Christopher ein Engel war - auch wenn das bedeutete, dass meine Liebe hoffnungslos blieb." (Seite 97)

Auch bei den Protagonisten gibt es ein paar Mängel. 
Lynn hatte zwei Seiten. Die Schokoladenseite war, dass sie sympatisch ist. Aber die schlechte Seite an ihr ist ihre Hilflosigkeit und ihre Naivität. Die Hilflosigkeit ist einerseits aber wieder gut durchdacht. (Spoiler: Denn weil sie ständig irgendwelchen Schutz oder Hilfe braucht eignet sie sich natürlich überhaupt nicht als Schutzengel. Das wiederum bedeutet, sie kann nicht auf das Schloss der Engel und zu Christopher. Wenn sie sich als ein Wächter- oder Schutzengel geeignet hätte, wäre die ganze Geschichte viel zu einfach und langweilig gewesen.) Schlecht fand ich außerdem noch das Linde (ich mag den Namen xD ) immer über alles so leichtfertig weggesehen hat. Sie hat alle Zeichen der Gefahr ignoriert, nur weil sie eine minimale Chance gewittert hatte wieder bei Christopher zu sein. Trotzdem hatte sie etwas an sich, das man einfach mögen musste.
Wenn ich irgendwo den Namen Christopher lese oder höre denke ich immer an einen Klassenkameraden aus der Grundschule. Braune Haut, kurze ebenso braune Haare, böser gelangweilter Blick, etwas mollig und auch irgendwie still und zurückhaltend. xD Das hat am Anfang vollkommen das Bild von Christopher zerstört das die Autorinnen versucht haben zu erschaffen. Das hat aber nichts mit dem Buch zutun. Christopher ist ein gut gelungener Charakter und im Verlauf des Buches konnte ich auch das grässliche Bild von ihm wegbekommen nur die klobigen Finger sind noch nicht fort :D.
Die Nebencharaktere waren wirklich nur Nebenrollen. Das ist in Ordnung, aber manchmal hätte ich schon ganz gerne etwas mehr über sie gelesen.

"Und als ich mich zu ihm umdrehte, entdeckte ich zum ersten mal nicht nur Wut und Verzweiflung, sondern auch Hoffnung in seinen Engelszügen - doch sie verschwand, als er zu erzählen begann." (Seite 118) 
Das Buch lässt sich leicht und relativ flüssig lesen. Manchmal wurde Unwichtiges zu sehr mit kleinen Details beschrieben. Daraus bildeten sich dann endlos lange Sätze und vorstellen konnte ich mir das dann nicht mehr.
"Mein Herz stand still. Christopher war gekommen weil er mich liebte. Doch schließlich ging auch mir ein Licht auf: Ich war seine Achillesferse, sein wunder Punkt, der ihn zu Fall bringen würde." (Seite 389)f

 Im großen und ganzen war es dann doch ein schönes Buch. Wer romantisches genauso sehr mag wie ich, für den ist dieses Buch genau das richtige. Die Idee mit dem Internat war einfallsreich, und erfrischend. Nach einem schwierigen Start konnte diese Engelsgeschichte mich dann doch packen - ich freue mich schon riesig auf den nächsten Teil.


Im März 2013 erscheint der zweite Teil "Tanz der Engel". Grrr... das ist noch so lange hin! Und bis ich das Buch endlich habe - unsere Buchhandlungen haben selten die Bücher die ich haben möchte - ist es auch schon wieder nach Ostern. *frustriertseufz*

Ein ganz großes DANKE geht an den Aufbau Verlag und an die Autorinnen für das Rezensionsexemplar!

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