Donnerstag, 23. Mai 2013

Rezension: Eve & Caleb, Wo Licht war von Anna Carey

Eve & Caleb
Wo Licht war
von Anna Carey                                                     

Originaltitel: Eve
Verlag: Loewe
Seiten: 300
Preis: 8,95€
Band 1 von 3
Wertung: ♥♥♥♥
Will ich kaufen!



Klappentext

Wie überlebst du, wenn du vor allem fliehen musst, was du kennst?

Seit ihre Mutter während der Großen Seuche vor 16 Jahren gestorben ist, lebt Eve in einem Mädcheninternat. Hier wird sie zu einem wertvollen Mitglied der neuen Gesellschaft ausgebildet – glaubt sie zumindest. Als Eve erkennt, wie sehr sie und die anderen Mädchen ausgebeutet werden sollen, flieht sie.
Doch auf ein Überleben in der Wildnis und auf die Flucht vor den Soldaten des Neuen Amerikas ist Eve nicht vorbereitet. Unerwartet hilft ihr Caleb, ein junger Rebell. Kann Eve ihm trauen?
Sie weiß, die Soldaten werden die Suche nicht aufgeben, und Caleb ist ihre einzige Möglichkeit zu überleben. Sie muss ihr Leben in die Hände eines Fremden legen.

[QUELLE]

Meinungsgeschwätz

Zu Eve und Caleb habe ich bisher noch nichts gehört oder gelesen. Ich bin also ganz spontan und ohne jegliche Vorurteile an die Sache ran gegangen und habe mich mal überraschen lassen. Ich hatte eher etwas ... naja, ruhigeres und vielleicht auch kitschiges erwartet - aber was ich serviert bekam war genau das Gegenteil.  Kaum schlug ich das Buch auf und schon war ich Gefangen in einer verstörenden und finsteren Welt, bin gemeinsam mit der Protagonistin der Hoffnung hinterher gejagt, habe mit ihr gelacht und gelitten bis zum Schluss.


Seitdem Eves Mutter als sie 5 Jahre alt war gestorben ist, wird sie auf einem Internat nur für Mädchen ausgebildet. Sie soll später ihren Traumberuf erlernen und dem neuen Amerika und dem König nützlich sein um die Welt wieder zu bevölkern. Das wird ihr jedenfalls weis gemacht. In der Schule lernt sie lesen, schreiben, rechnen, tanzen, Latein und noch viel mehr. Besonders wie schlecht und gefährlich Jungen und Männer sind, mit Ausnahme des Königs. Kurz bevor ihr Wechsel in die Schule für die Berufe ansteht erfährt sie die grausame Wahrheit. Sie und die anderen Waisenmädchen sollen kein Beruf erlernen. Sie sollen als Gebärmaschinen dienen und den Menschen die beim König in der Stadt aus Sand leben, so viele Kinder wie möglich machen. Sie flieht aus dem Internat. Auf ihrer Reise trifft sie wieder auf Arden, das Mädchen dass sie gewarnt hat. Gemeinsam versuchen sie sich durch die Wildnis zu schlagen aber bald ist die Armee des Königs hinter Eve her. Da kommt Caleb ihnen zur Hilfe. Eve misstraut ihm, schließlich bekam sie es jahrelang so eingebläut dass jeder Mann grausam ist. Als sie den erschreckenden Grund dafür Erfahren wieso der König so sehr hinter Eve her ist, ändert das alles. Eve stellt eine riesen Gefahr dar, aber Caleb bleibt dennoch. Dieser führt sie in ein Rebellenversteck für Männer wo sie erstmal Obhut finden. Eve lernt dass nicht alle Jungen schlecht sind und gewinnt vertrauen und sogar größere Gefühle für Caleb. Aber der König kommt ihr immer Näher, und sie muss weiter fliehen. Ohne Caleb an ihrer Seite. Trotzdem versucht sie Kontakt zu ihm aufzunehmen und bringt dadurch nicht nur sich, sondern auch andere damit in größere Schwierigkeiten als sie ahnt.

Eve's Charakter fand ich am Anfang zugegebenermaßen stinklangweilig. Sie war die Schulbeste, eine gehorsame, schlaue aber in der Wildnis vollkommen hilflose Person. Einfach öde, dachte ich bei mir. Dann aber bringt das neue Umfeld eine andere Seite in ihr zum Vorschein. Sie ist nicht mehr so hilflos aber immer noch sehr liebenswert. Eigentlich hat diese Veränderung sie mir erst richtig sympathisch gemacht, eben einfach nicht so langweilig. Eve ist ein Mädchen dass jedem anderen Mädchen eine Chance gibt. Sie schließt niemanden aus und ist zu ihren Freunden sehr loyal. Weil sie ihre beste Freundin in der Schule zurücklassen musste als sie floh wird sie von einem furchtbarem schlechten Gewissen geplagt.
Zu Caleb's Person kann ich leider nicht so viel sagen. Ich finde man könnte noch etwas mehr aus ihm rausholen. Er ist nett und toll und aufopferungsvoll, aber soll es dass schon gewesen sein? Hier hat es mir irgendwie nicht ganz gereicht. 
Arden ist mir gemeinsam mit Eve von ihrer anfänglichen un-Sympathie dann sehr ans Herz gewachsen. Sie fand ich machte die bemerkbarsten Veränderungen. Sie wird zu einer Freundin von Eve und ich fand es toll dass sie sich auch ein wenig geöffnet hat und etwas von sich erzählt hat.

Das Thema welches die Autorin da für ihre Dystopie gewählt hat ist wie ich finde schon ganz schön abgelutscht und fast typisch. Eine furchtbare Seuche hat fast alle Menschen dahingerafft. Seuche, Seuche, Seuche ... Aber Anna Carey hat dieses super gut umgesetzt und wieder etwas eigenes, neues daraus geschaffen. Es war eine grausame, finstere und (vor allem für Leser des weiblichen Geschlechts) verstörende
Welt in die sie mich da verschleppt hat. Ich habe jede Minute mit Eve mitgefiebert. Der Plot war Spannend mit vielen Wendungen die ich so gar nicht erwartet hätte. Die Strecke in der sich Eve und Arden in dem Camp oder besser Versteck, aufhalten ist eher ruhiger Natur, da sich Eve erstmal mit dem anderen Geschlecht vertraut machen und sie sich mit Caleb näher kommen muss, aber auch hier kommen kleine Überraschungen vor. Was mir noch gut gefiel war das Tempo mit dem die Autorin das Geschehen leitete. Für 300 Seiten ist das eine wirklich schnelle und vor allem viel Handlung und zum Schluss hatte ich das Gefühl als hätte ich doppelt so viele Seiten gelesen.

Bei dem Schreibstil fließen die Seiten nur so und ehe ich's mich versah, war ich auch am Ende! Die Beschreibungen sind in schöne kurze Sätze gehalten und lassen viel Freiraum für eigene Fantasien.
Fazit

Die Geschichte hat mich sofort in den Bann genommen. Anna Carey schaffte es aus dem abgelutschten Seuchen-Thema wieder etwas faszinierendes zu machen. Bei den Charakteren kann man vielleicht noch etwas rausholen, aber dass sie eher einfach gehalten wurden hat mir nicht viel ausgemacht denn die Handlung gefiel mir echt gut. Ein ausgezeichneter und lesenswerter Anfang!!! :)
3,9 Punkte hierfür! :)
leeeeeesen!

Fortsetzung


erscheint am 15. August



Kommentare:

  1. Ich hätte jetzt vom Cover her auch gedacht, dass es sich eher um eine Liebesgeschichte handelt, statt um eine Dystopie. Aber mab kann ja immer überrascht werden.;)

    Es stimmt schon, dass viele Dystopien gleich klingen. Trotzdem ist es erstaunlich, was Autoren trotz der ähnlichen Handlung aus dem Buch noch so machen können.;)

    LG
    Lynn

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    1. Jap, jap, da kann ich dir nur recht geben und überraschungen kommen ja immer gut an! :D

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Haaaallöchen!
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Liebe Grüße
Jessi